Beitrags-Archiv für die Kategory 'CE-Kennzeichnung'

 

Normeneinteilung nach EN ISO 12100

Freitag, 13. Dezember 2013 11:15

Das Kapitel „Einleitung“ zur harmonisierten Norm EN ISO 12100 enthält diese Information:

Der Hauptzweck dieser Internationalen Norm besteht darin, Konstrukteuren einen Gesamtüberblick und eine Anleitung für während der Entwicklung von Maschinen zu treffende Entscheidungen zu geben, um diesen die Konstruktion von Maschinen zu ermöglichen, die für ihre bestimmungsgemäße Verwendung sicher sind.

Darüber hinaus stellt die Norm eine Strategie für die Normensetzer zur Verfügung und dient als Hilfestellung bei der Erarbeitung geeigneter und miteinander abgestimmter Typ-B- und Typ-C-Normen.

Entsprechend EN ISO 12100 wird die Normen zum Thema „Sicherheit von Maschinen“ nach diesen Typen strukturiert:

  • Typ-A-Normen (Sicherheitsgrundnormen) behandeln Grundbegriffe, Gestaltungsleitsätze und allgemeine Aspekte, die auf Maschinen angewandt werden können;
  • Typ-B-Normen (Sicherheitsfachgrundnormen) behandeln einen Sicherheitsaspekt oder eine Art von Schutzeinrichtungen, die für eine ganze Reihe von Maschinen verwendet werden können:
    • Typ-B1-Normen für bestimmte Sicherheitsaspekte (z. B. Sicherheitsabstände, Oberflächentemperatur, Lärm);
    • Typ-B2-Normen für Schutzeinrichtungen (z. B. Zweihandschaltungen, Verriegelungseinrichtungen, druckempfindliche Schutzeinrichtungen, trennende Schutzeinrichtungen);
  • Typ-C-Normen (Maschinensicherheitsnormen) behandeln detaillierte Sicherheitsanforderungen an eine bestimmte Maschine oder Gruppe von Maschinen.

ACHTUNG! Wenn eine Typ-C-Norm von einer oder mehrerer Festlegungen abweicht, die in EN ISO 12100 oder in einer Typ-B-Norm behandelt werden, dann hat die Typ-C-Norm Vorrang. Dies kann für Ihre Maschine bedeuten: selbst wenn sie der A- oder B-Norm entspricht, sind die Anforderungen der Maschinenrichtlinie ggf. NICHT erfüllt!!

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Dürfen Herstellerangaben von einer eingebauten (unvollständigen) Maschine entfernt werden?

Montag, 12. November 2012 9:08

Es kommt immer wieder vor, dass die Angaben zum Hersteller auf eingebauten Maschinen und unvollständigen Maschinen von den Herstellern der fertigen Maschine / Anlage entfernt werden. Welche Konsequenzen hat das?

Antwort:

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Wann und inwieweit gilt das ProdSG, wenn es produktsicherheitsbezogene Spezialvorschriften gibt?

Donnerstag, 8. November 2012 8:54

Antwort:

§ 1 Abs. 3 grenzt das ProdSG zu bestimmten Produktsicherheitsvorschriften ab, die das ProdSG vollständig verdrängen [Zitat gekürzt]:

Dieses Gesetz gilt nicht für
1. Antiquitäten,
2. gebrauchte Produkte, die vor ihrer Verwendung instand gesetzt oder wiederaufbereitet werden müssen […],
3. Produkte, die ihrer Bauart nach ausschließlich für militärische Zwecke bestimmt sind,
4. Lebensmittel, Futtermittel, lebende Pflanzen und Tiere, […],
5. Medizinprodukte im Sinne des § 3 des Medizinproduktegesetzes, […],
6. Umschließungen […] für die Beförderung gefährlicher Güter, soweit diese verkehrsrechtlichen Vorschriften unterliegen,
7. Pflanzenschutzmittel […].

§ 1 Abs. 4 grenzt das ProdSG zu weiteren produktsicherheitsbezogenen Spezialvorschriften ab – einerseits ohne sie ausdrücklich zu benennen und andererseits mit der Folge, dass dann das ProdSG doch noch zum Zuge kommen kann. Das ProdSG gilt nicht, „soweit in anderen Rechtsvorschriften entsprechende oder weiter gehende Vorschriften vorgesehen sind“.
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Fallen Endverbindungen für Drahtseile (EN 13411) unter den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie?

Freitag, 12. Oktober 2012 9:06

Antwort:

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Wie findet man harmonisierte europäische Normen?

Montag, 8. Oktober 2012 8:47

Harmonisierte europäische Normen werden im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Liste der harmonisierten Normen bezieht sich immer auf die Richtlinie unter der sie veröffentlicht wird.
Die Liste der harmonisierten Normen nach Maschinenrichtlinie finden Sie unter dem Link Link zu Originaldokument im PDF http://ec.europa.eu/enterprise/policies/european-standards/harmonised-standards/machinery/index_en.htm

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Wie muss die Liste der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen aussehen?

Mittwoch, 3. Oktober 2012 10:25

Als Teil der technischen Unterlagen für Maschinen, die in der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG im Anhang VII Teil A aufgelistet werden, muss auch eine Liste der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen, die für die Maschine gelten, vorhanden sein. Wie soll diese Liste aussehen und wie detailliert muss diese sein?

Antwort:

Die Liste richtet sich nach dem Anhang I der Maschinenrichtlinie. Die Maschine muss anhand ihrer Eigenschaften auf die Erfüllung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen des Anhangs I überprüft werden und die zutreffenden Kapiteln werden in die Liste eingetragen.

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Sind Industriebremsen (Einsatz in Stahlwerken, Kräne etc.) Sicherheitsbauteile nach MRL 2006/42/EG?

Donnerstag, 26. Juli 2012 9:45

Antwort:

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Darf ein Kunde für einen Umbau die Ausstellung einer neuen EG-Konformitätserklärung vertraglich vorschreiben?

Sonntag, 22. Juli 2012 8:18

Antwort:

Ob nach einem Umbau einer Maschine eine neue EG-Konformitätserklärung ausgestellt werden muss, hängt vom Umfang des Umbaus ab und ist im Einzelfall zu prüfen. Handelt es sich beim Umbau um eine wesentliche Veränderung, dann entsteht aus der umgebauten Maschine eine neue Maschine, die dann nach den aktuell gültigen Richtlinien erstmalig in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wird. Der Blue Guide spricht in Punkt 2.1 von Produkten „an denen erhebliche Veränderungen vorgenommen wurden“. Wann das der Fall ist, ist eine (technische) Wertungsfrage.

Eine generelle vertragliche Verpflichtung zur Ausstellung einer neuen EG-Konformitätserklärung ist daher problematisch. Die vertragliche Verpflichtung darf nicht erfüllt werden, wenn sie gegen die EG-Maschinenrichtlinie verstößt, weil keine wesentliche Veränderung vorliegt. In privatrechtlichen Verträgen darf nicht von zwingendem Öffentlichen Recht (etwa im Bereich der Maschinensicherheit) abgewichen werden. Das Ausstellen einer Konformitätserklärung ist nur dann erlaubt, wenn es in den einschlägigen EG-Richtlinien so vorgesehen ist. Handelt es sich nach dem Umbau nicht um eine neue Maschine, darf auch keine neue EG-Konformitätserklärung nach Maschinenrichtlinie ausgestellt werden.

Auftraggeber und Auftragnehmer eines Umbaus sollten im Vorfeld prüfen, ob der Umbau zu einer wesentlichen Veränderung führt und sich erst dann auf eine entsprechende vertragliche Formulierung einigen.

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Welche Anforderungen sind an Sicherheitsbauteile zu stellen, die als Ersatzteil zur Ursprungsmaschine geliefert werden?

Dienstag, 10. Juli 2012 7:45

Antwort:

Diese Sicherheitsbauteile sind auf die Ursprungsmaschine angepasste Unikate, die nicht als generelle Ersatzteile in Verkehr gebracht werden, und damit vom Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie ausgenommen (Link zu Originaldokument im PDF MRL Art 1 (2)a)).

Vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie sind ausgenommen:
a) Sicherheitsbauteile, die als Ersatzteile zur Ersetzung identischer Bauteile bestimmt sind und die vom Hersteller der Ursprungsmaschine geliefert werden;

  • Müssen diese Sicherheitsbauteile als Ersatzteil deklariert werden? Antwort: Nein
  • Müssen sie eine CE-Kennzeichnung haben? Antwort: Nicht nach Maschinenrichtlinie. Eine CE-Kennzeichnung könnte aber nach einer anderen Richtlinie notwendig sein.
  • Muss für solche Produkte dann eine spezielle Konformitätserklärung erstellt werden? Antwort: Nein, zumindest keine EG-Konformitätserklärung nach MRL, aber vielleicht nach anderen Richtlinien.
  • Müssen sie eine andere, besondere Kennzeichnung haben? Antwort: Nein
  • Müssen die Kunden/Käufer solcher Produkte besonders informiert werden? Antwort: Nein
  • Müssen Kataloge, Werbemittel und Bedienungsanleitungen angepasst oder korriegiert
    werden? Antwort: Nein

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Muss für eine Gebrauchtmaschine, die vom Hersteller zurückgenommen und nach einer grundlegenden Wartung wieder verkauft wird, eine neue Konformitätserklärung ausgestellt werden?

Dienstag, 3. Juli 2012 7:38

Antwort

Nein, da die Maschine bereits erstmalig in den Verkehr gebracht wurde. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich um den kompletten Beitrag zu lesen.

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Fallen manuelle Gießereipfannen in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie?

Montag, 2. Juli 2012 13:20

Antwort:

Antwort: Nein

Zur Begründung:

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Gibt es eine gesetzliche Anforderung an den Ausbildungsgrad des Unterzeichners der Konformitätserklärung?

Montag, 2. Juli 2012 12:34

Antwort:

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Was ist eine „Gesamtheit von Maschinen“?

Mittwoch, 6. Juni 2012 13:37

Antwort

Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG erwähnt in der Begriffsbestimmungen im Artikel 2a)“ vierter Gedankenstrich:

Ferner bezeichnet der Ausdruck „Maschine“
– eine Gesamtheit von Maschinen […] oder von unvollständigen Maschinen […], die, damit sie zusammenwirken, so angeordnet sind und betätigt werden, dass sie als Gesamtheit funktionieren

Dieser Begriff einer Gesamtheit von Maschinen entspricht dem weitläufig verwendeten Begriff der Anlage, der nicht in der MRL vorkommt.

Der Leitfaden für die Anwendung der Maschinenrichtlinie nennt in § 38 drei Kriterien, die alle erfüllt sein müssen, damit eine Gruppe von Maschinen oder unvollständigen Maschinen als Gesamtheit von Maschinen gilt:

– die einzelnen Einheiten werden zusammengebaut, um eine gemeinsame Aufgabe ausführen zu können, beispielsweise die Fertigung eines bestimmten Produkts;
– die einzelnen Einheiten sind funktional so miteinander verbunden, dass der Betrieb jeder einzelnen Einheit unmittelbar den Betrieb anderer Einheiten oder der Anlage als Ganzes beeinflusst, so dass eine Risikobeurteilung für die gesamte Anlage erforderlich ist;
– die einzelnen Einheiten verfügen über ein gemeinsames Steuerungssystem

Ob es sich bei einer Anordung von Maschinen tatsächlich um eine Gesamtheit handelt muss im Bedarfsfall geklärt werden. Dabei bietet das Interpretationspapier zum Thema „Gesamtheit von Maschinen“, herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 5.5.2011, eine gute Hilfestellung.

Grafik herausgegeben vom BMAS

Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um ein nationales Interpretationspapier eines deutschen Ministeriums handelt, dessen Gültigkeit in anderen Staaten nicht gegeben sein muss.

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Wann liegt eine „wesentliche Veränderung der Maschine“ vor?

Mittwoch, 30. Mai 2012 16:20

Der Begriff „wesentliche Veränderung“ stammt aus dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetzt (GPSG vom 6. Jänner 2004) das in § 2 Absatz 6 folgende Begriffsbestimmung für „Inverkehrbringen“ lieferte:

„(18) Inverkehrbringen ist jedes Überlassen eines Produkts an einen anderen, unabhängig davon, ob das Produkt neu, gebraucht, wiederaufgearbeitet oder wesentlich verändert worden ist.“

Der darin erwähnte unbestimmte Ausdruck „wesentlich verändert“ wurde im GPSG nicht näher erläutert. Das derzeit gültige Link zu Originaldokument im PDF Produktsicherheitsgesetz (ProdSG vom 8. November 2011) erwähnt diesen Ausdruck nicht mehr.

Dennoch besitzt er auch im Zusammenhang mit dem ProdSG weiterhin seine Berechtigung.

Antwort:

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Wie wird eine Maschine für Forschungszwecke definiert?

Montag, 16. April 2012 8:04

Antwort:

In der Maschinenrichtlinie finden sich dafür drei Anhaltspunkte: Artikel 1, Absatz (2).h) der Maschinenrichtlinie

  • für Forschungszwecke konstruiert und gebaut
  • zur vorübergehenden Verwendung
  • Verwendung in Laboratorien

Der Forschungszweck ist der Erkenntnissgewinn aus einem Forschungsvorhaben, beispielsweise dem Gewinnen von Messdaten.

Vorübergehend bedeutet, dass nach dem Abschluss des Forschungsvorhabens die Maschine zu Forschungszwecken wieder abgebaut oder für andere Forschungszwecke umgebaut wird.

Der Begriff Laboratorien schließt auch Versuchshallen oder Freiluftareale für Feldforschung mit ein.

Achtung! Messgeräte, Prüfmaschinen und Maschinen, die ständig in Labors installiert sind und für allgemeine Forschungszwecke verwendet werden können sind von der Maschinenrichtlinie nicht ausgenommen. Siehe auch §60 im Leitfaden für die Anwendung der MRL

Einen interessanten Leitfaden für das „Herstellen und Betreiben von Geräten und Anlagen für Forschungszwecke“ bietet die Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unvallversicherung e.V. (DGUV) Seite öffnenBGI/GUV-I 5139.

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Benötigen Maschinen für Forschungszwecke eine CE-Kennzeichnung nach MRL?

Montag, 16. April 2012 8:00

Antwort:

Nein – denn die Maschinenrichtlinie schließt Maschinen für Forschungszwecke von ihrem Anwendungsbereich aus: Artikel 1, Absatz (2).h) der Maschinenrichtlinie

Vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie sind ausgenommen:

h) Maschinen, die speziell für Forschungszwecke konstruiert und gebaut wurden und zur vorübergehenden Verwendung in Laboratorien bestimmt sind;

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Dürfen Maschinen ohne CE-Kennzeichen auf Messen betrieben werden?

Montag, 6. Februar 2012 15:58

Antwort:

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Was bedeuten die Normen-Abkürzungen DOR, DAV, DOA, DOP, DOW, DOC?

Mittwoch, 21. September 2011 10:34

Antwort:

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Welche Bedeutung haben „datierte“ und „undatierte“ Verweisungen in Normen?

Samstag, 3. September 2011 11:50

Antwort:

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Gesamtübersicht: Welche Gesetze und Richtlinien sind zusätzlich bzw. anstatt der Maschinenrichtlinie anzuwenden?

Dienstag, 30. August 2011 9:10

Antwort:

Diese Frage beantwortet auch, welche gesetzlichen Bestimmungen für das Inverkehrbringen von Produkten  gelten, wenn keine EU-Richtlinien zur Anwendung kommen, die eine CE-Kennzeichnung erfordern.  Zur Übersicht dient dieses Ablaufdiagramm:

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Über welche Mittel muss ein Hersteller verfügen, um sicherzustellen, dass die Maschine die in Anhang I aufgeführten grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen erfüllt?

Dienstag, 30. August 2011 7:27

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie – Artikel 5 Absatz 3:

„(3) Der Hersteller oder sein Bevollmächtigter muss im Hinblick auf das in Artikel 12 genannte Verfahren über die notwendigen Mittel verfügen oder Zugang zu ihnen haben, um sicherzustellen, dass die Maschine die in Anhang I aufgeführten grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen erfüllt.“

Frage:

Was ist mit „Mittel“ gemeint?

Antwort:

Der Link zu Originaldokument im PDF Leitfaden für die Anwendung der Maschinenrichtlinie liefert dazu in § 105 folgende Erläuterung:

„… Zu diesen Mitteln zählen beispielsweise die notwendigen qualifizierten Mitarbeiter, Zugang zu den erforderlichen Informationen, die Befähigung und die Ausrüstung, die benötigt wird, um die notwendigen Konstruktionsprüfungen, Berechnungen, Messungen, Funktionsprüfungen, Festigkeitsprüfungen, Sichtprüfungen und Kontrollen von Informationen und der Betriebsanleitung durchzuführen, um die Übereinstimmung der Maschine mit den einschlägigen grundlegenden Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen zu gewährleisten.

Wenn eine Maschine nach harmonisierten Normen konstruiert und gebaut wird, sind in den Normen üblicherweise die Mittel, zur Überprüfung der Konformität der Maschine mit ihren Spezifikationen festgelegt.

Bei Maschinen, die in eine der Kategorien des Anhang IV fallen, für die das in Anhang X beschriebene umfassende Qualitätssicherungsverfahren angewendet wird, müssen die Mittel zur Durchführung der erforderlichen Prüfungen im umfassenden Qualitätssicherungssystem des Herstellers dokumentiert werden – siehe § 403: Anmerkungen zu Anhang X Nummer 2.2.“

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Was bedeutet „unmittelbar eingesetzte menschliche Kraft“ im Sinne der Maschinenrichtlinie?

Donnerstag, 18. August 2011 10:31

Antwort:

Gemäß Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie Artikel 2a, erster Spiegelstrich, muss eine Maschine

mit einem anderen Antriebssystem als der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft ()

ausgestattet sein, um eine Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie darzustellen.

Hilfreich sind folgende 4 Zitate aus Link zu Originaldokument im PDF § 35 des Leitfadens für die Anwendung der Maschinenrichtlinie:

Die beweglichen Teile von Maschinen, die in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie fallen, müssen von einer anderen Energiequelle als der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft angetrieben werden.

Somit fallen Maschinen, die nicht mehr funktionieren, sobald keine menschliche oder tierische Kraft aufgebracht wird nicht in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie. Der Leitfaden führt das ebenfalls (mit Beispielen) in § 35 aus:

Maschinen, die von der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft angetrieben werden, beispielsweise von Hand geschobene Rasenmäher, manuell angetriebene Bohrmaschinen oder von Hand geschobene Transportkarren, die aufhören zu funktionieren, sobald die manuelle Kraft nicht mehr einwirkt, fallen nicht in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie.

Beachten Sie jedoch, dass dies nicht auf manuell betriebene Maschinen zutrifft, die zum Heben von Lasten vorgesehen sind:

Die einzige Ausnahme von dieser Grundregel betrifft Hebezeuge [Anm.: Beachten Sie dazu Link zu Originaldokument im PDF § 40 des Leitfadens für die Anwendung der Maschinenrichtlinie]

.
Aber Vorsicht! Maschinen, die „von Hand“ betrieben werden und Energie speichern fallen in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie:

Andererseits ist die Maschinenrichtlinie auf Maschinen anzuwenden, wenn die manuelle Krafteinwirkung nicht direkt einwirkt, sondern gespeichert wird, beispielsweise in Federn oder in hydraulischen oder pneumatischen Speichern, so dass die Maschine nachdem die manuelle Krafteinwirkung aufgehört hat weiterhin funktionieren kann.

Darauf geht auch die Richtlinie 2009/127/EG zur Änderung der Maschinenrichtlinie betreffend Maschinen zur Ausbringung von Pestiziden im Erwägungsgrund (6) ein:

Außerdem gehören dazu [Anm.: zu den Maschinen zum Ausbringen von Pestiziden] tragbare Maschinen und handgehaltene Maschinen, die jeweils motorisch oder durch menschliche Kraft angetrieben werden und mit einer Druckkammer ausgestattet sind.

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Welche grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen gelten für unvollständige Maschinen?

Mittwoch, 26. Januar 2011 11:04

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Darf die Konformitätserklärung (Einbauerklärung) von zwei Personen unterschrieben werden?

Dienstag, 4. Januar 2011 10:55

Antwort:

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Muss die Korrektheit der CE-Konformität vom Käufer einer Maschine geprüft werden, wenn dieser die kompletten technischen Unterlagen beim Kauf mitfordert?

Montag, 3. Januar 2011 9:44

Antwort:

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Neue EN ISO 12100:2010 veröffentlicht

Mittwoch, 22. Dezember 2010 15:30

Am 15.12.2010 wurden die für den sicherheitstechnischen Maschinen- und Anlagenbau wichtigen Grundnormen EN ISO 12100-1, EN ISO 12100-2 und EN ISO 14121-1 zurückgezogen. Die Nachfolgenorm ist EN ISO 12100:2010, die eine konsolidierte Fassung der drei Vorgängernormen darstellt.

Informationen zur neuen Norm:

  • Durch die Zusammenlegung der drei Normen wurden Redundanzen abgebaut. Die Norm ist jetzt wesentlich einfacher lesbar, pragmatisch strukturiert und wird dadurch die Anwendung wesentlich erleichtern.
  • In der Veröffentlichung ISO/TC 199 N 833 wird darauf hingewiesen, dass die Zusammenlegung der Normen nicht mit technischen Änderungen verbunden ist:

„ISO 12100:2010 constitutes a consolidation without technical changes of ISO 12100-1: 2003, ISO 12100-2: 2003, ISO 14121-1: 2007 and related Amendments.“

  • Gliederung der neuen Norm:
  • 1 Anwendungsbereich
  • 2 Normative Verweisungen
  • 3 Begriffe
  • 4 Strategie zur Risikobeurteilung und Risikominderung
  • 5 Risikobeurteilung
  • 6 Risikominderung
  • 7 Dokumentation zur Risikobeurteilung und Risikominderung
  • Die bisherige Gefährdungsliste aus EN ISO 14121-1, Anhang A befindet sich jetzt in EN ISO 12100:2010, Anhang B.
  • Zum Stand 7.2.2011 war im EU-Amtsblatt die neue Norm noch nicht gelistet. Somit besaßen zu diesem Zeitpunkt noch die Vorgängernormen Konformitätsvermutung im Sinne der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.
  • Die Veröffentlichung ISO/TC 199 N 833 enthält eine hilfreiche Zuordnungstabelle, die aufzeigt, welche Abschnitte der alten Normen sich an welchen Abschnitte in der neuen Norm befinden. Kostenloser Download der Zuordnungstabelle: Link zu Originaldokument im PDF www.ibf.at/fachbeitrag2010.html

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Definition „Betriebsmittel“

Dienstag, 23. November 2010 8:14

Gemäß Link zu Originaldokument im PDF EMV-Richtlinie Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a bezeichnet der Ausdruck:

„Betriebsmittel“ ein Gerät oder eine ortsfeste Anlage;

Dieser Unterscheidung liegt zu Grunde, dass für Geräte und ortsfeste Anlagen unterschiedliche Verfahren vorgeschrieben sind, die sicherstellen, dass die grundlegenden Anforderungen der EMV-Richtlinie erfüllt worden sind.

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Definition „Stand der Technik“

Donnerstag, 11. November 2010 16:44

Die Begriffe

  • Stand der Technik
  • Anerkannte Regeln der Technik
  • Stand von Wissenschaft und Technik

wurden im Link zu Originaldokument im PDF CE-InfoService Nr. 5 vom 25.5.2010 von Prof. Dr. Wilrich erläutert.

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Definition „Stand von Wissenschaft und Technik“

Donnerstag, 11. November 2010 16:43

Die Begriffe

  • Stand der Technik
  • Anerkannte Regeln der Technik
  • Stand von Wissenschaft und Technik

wurden im Link zu Originaldokument im PDF CE-InfoService Nr. 5 vom 25.5.2010 von Prof. Dr. Wilrich erläutert.

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Definition „allgemein anerkannte Regeln der Technik“

Donnerstag, 11. November 2010 16:42

Die Begriffe

  • Stand der Technik
  • Anerkannte Regeln der Technik
  • Stand von Wissenschaft und Technik

wurden im Link zu Originaldokument im PDF CE-InfoService Nr. 5 vom 25.5.2010 von Prof. Dr. Wilrich erläutert.

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Definition „sicherheitsbezogenes elektrisches Steuerungssystem“

Montag, 8. November 2010 10:14

EN 62061:2010-01-01, Abschnitt 3.2.4:

sicherheitsbezogenes elektrisches Steuerungssystem
(en: Safety-Related Electrical Control System (
SRECS ))
elektrisches Steuerungssystem einer Maschine, dessen Ausfall zu einer unmittelbaren Erhöhung des Risikos (der Risiken) führt

ANMERKUNG  Ein SRECS schließt alle Teile eines elektrischen Steuerungssystems ein, deren Ausfall zu einer Reduzierung oder einem Verlust der funktionalen Sicherheit führen kann. Dies kann sowohl Schaltungsteile zur elektrischen Stromversorgung als auch Steuerkreise einschließen.

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Definition „einstellbare trennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 6. März 2010 18:13

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.3:

feststehende oder bewegliche trennende Schutzeinrichtung, die entweder als Ganzes einstellbar ist oder ein oder mehrere einstellbare Teile enthält

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Muss bei ortsfesten Anlagen die EMV-Richtlinie 2004/108/EG in der Konformitätserklärung nach Maschinenrichtlinie angeführt werden?

Montag, 1. März 2010 9:00

Antwort:

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Definition „Betriebskoeffizient“

Montag, 14. September 2009 15:40

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. c:

„Arithmetisches Verhältnis zwischen der vom Hersteller oder seinem Bevollmächtigten garantierten Last, die das Bauteil höchstens halten kann, und der auf dem Bauteil angegebenen maximalen Tragfähigkeit.“

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Definition „Lastträger“

Montag, 14. September 2009 10:53

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. g:

„Teil der Maschine, auf oder in dem Personen und/oder Güter zur Aufwärts- oder Abwärtsbeförderung untergebracht sind.“

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Definition „Dynamische Prüfung“

Montag, 14. September 2009 10:51

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. f:

„Prüfung, bei der die Maschine zum Heben von Lasten in allen möglichen Betriebszuständen mit einer Last gleich dem Produkt aus der maximalen Tragfähigkeit und dem vorgesehenen dynamischen Prüfungskoeffizienten und unter Berücksichtigung ihres dynamischen Verhaltens betrieben wird, um ihr ordnungsgemäßes Funktionieren zu überprüfen.“

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Definition „Statische Prüfung“

Montag, 14. September 2009 10:48

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. e:

„Prüfung, bei der die Maschine zum Heben von Lasten oder das Lastaufnahmemittel zunächst überprüft und dann mit einer Kraft gleich dem Produkt aus der maximalen Tragfähigkeit und dem vorgesehenen statischen Prüfungskoeffizienten belastet wird und nach Entfernen der Last erneut überprüft wird, um sicherzustellen, dass keine Schäden aufgetreten sind.“

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Definition „Prüfungskoeffizient“

Montag, 14. September 2009 10:44

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. d:

„Arithmetisches Verhältnis zwischen der für die statische oder dynamische Prüfung der Maschine zum Heben von Lasten oder des Lastaufnahmemittels verwendeten Last und der auf der Maschine zum Heben von Lasten oder dem Lastaufnahmemittel angegebenen maximalen Tragfähigkeit.“

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Definition „Geführte Last“

Montag, 14. September 2009 10:37

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. b:

„Last, die während ihrer gesamten Bewegung an starren Führungselementen oder an beweglichen Führungselementen, deren Lage im Raum durch Festpunkte bestimmt wird, geführt wird.“

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Definition „Hebevorgang“

Montag, 14. September 2009 10:27

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 4.1.1. a:

„Vorgang der Beförderung von Einzellasten in Form von Gütern und/oder Personen unter Höhenverlagerung.“

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Definition „Fahrer“

Montag, 14. September 2009 10:21

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 3.1.1. b:

„Ist eine Bedienungsperson, die mit dem Verfahren einer Maschine betraut ist. Der Fahrer kann auf der Maschine aufsitzen, sie zu Fuß begleiten oder fernsteuern.“

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Definition „Maschine, von der aufgrund ihrer Beweglichkeit Gefährdungen ausgehen“

Montag, 14. September 2009 10:15

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 3.1.1. a:

„Ist

  • eine Maschine, die bei der Arbeit entweder beweglich sein muss oder kontinuierlich oder halbkontinuierlich zu aufeinander folgenden festen Arbeitsstellen verfahren werden muss, oder
  • eine Maschine, die während der Arbeit nicht verfahren wird, die aber mit Einrichtungen ausgestattet werden kann, mit denen sie sich leichter an eine andere Stelle bewegen lässt.“

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Definition „harmonisierte Norm“

Montag, 14. September 2009 7:41

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 l:

„Eine nicht verbindliche technische Spezifikation, die von einer europäischen Normenorganisation, nämlich dem Europäischen Komitee für Normung (CEN), dem Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (Cenelec) oder dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI), aufgrund eines Auftrags der Kommission nach den in der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (1) [Anm. Fußnote: siehe Originaldokument] festgelegten Verfahren angenommen wurde.“

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Definition „Inbetriebnahme“

Montag, 14. September 2009 7:39

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 k:

„Die erstmalige bestimmungsgemäße Verwendung einer von dieser Richtlinie erfassten Maschine in der Gemeinschaft;“

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Definition „Bevollmächtigter“

Montag, 14. September 2009 7:37

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 j:

„Jede in der Gemeinschaft ansässige natürliche oder juristische Person, die vom Hersteller schriftlich dazu bevollmächtigt wurde, in seinem Namen alle oder einen Teil der Pflichten und Formalitäten zu erfüllen, die mit dieser Richtlinie verbunden sind;“

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Definition „Hersteller“

Montag, 14. September 2009 7:36

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 i:

„Jede natürliche oder juristische Person, die eine von dieser Richtlinie erfasste Maschine oder eine unvollständige Maschine konstruiert und/oder baut und für die Übereinstimmung der Maschine oder unvollständigen Maschine mit dieser Richtlinie im Hinblick auf ihr Inverkehrbringen unter ihrem eigenen Namen oder Warenzeichen oder für den Eigengebrauch verantwortlich ist. Wenn kein Hersteller im Sinne der vorstehenden Begriffsbestimmung existiert, wird jede natürliche oder juristische Person, die eine von dieser Richtlinie erfasste Maschine oder unvollständige Maschine in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt, als Hersteller betrachtet;“

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Definition „abnehmbare Gelenkwelle“

Montag, 14. September 2009 7:34

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 f:

„Ein abnehmbares Bauteil zur Kraftübertragung zwischen einer Antriebs- oder Zugmaschine und einer anderen Maschine, das die ersten Festlager beider Maschinen verbindet. Wird die Vorrichtung zusammen mit der Schutzeinrichtung in Verkehr gebracht, ist diese Kombination als ein einziges Erzeugnis anzusehen;“

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Definition „Ketten, Seile und Gurte“

Montag, 14. September 2009 7:31

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 e:

„Für Hebezwecke als Teil von Hebezeugen oder Lastaufnahmemitteln entwickelte und hergestellte Ketten, Seile und Gurte;“

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Definition „Lastaufnahmemittel“

Montag, 14. September 2009 7:10

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 d:

„Ein nicht zum Hebezeug gehörendes Bauteil oder Ausrüstungsteil, das das Ergreifen der Last ermöglicht und das zwischen Maschine und Last oder an der Last selbst angebracht wird oder das dazu bestimmt ist, ein integraler Bestandteil der Last zu werden, und das gesondert in Verkehr gebracht wird; als Lastaufnahmemittel gelten auch Anschlagmittel und ihre Bestandteile;“

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Definition „Sicherheitsbauteil“

Montag, 14. September 2009 7:06

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 c:

„Ein Bauteil,

  • das zur Gewährleistung einer Sicherheitsfunktion dient,
  • gesondert in Verkehr gebracht wird,
  • dessen Ausfall und/oder Fehlfunktion die Sicherheit von Personen gefährdet und
  • das für das Funktionieren der Maschine nicht erforderlich ist oder durch für das Funktionieren der Maschine übliche Bauteile ersetzt werden kann.

Eine nicht erschöpfende Liste von Sicherheitsbauteilen findet sich in Anhang V, der gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe a aktualisiert werden kann;“

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Dürfen nationale Normen genutzt werden, wenn keine harmonisierten Normen vorhanden sind?

Mittwoch, 22. April 2009 16:45

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Definition „Inverkehrbringen“

Mittwoch, 11. März 2009 18:30

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 h:

„Die entgeltliche oder unentgeltliche erstmalige Bereitstellung einer Maschine oder einer unvollständigen Maschine in der Gemeinschaft im Hinblick auf ihren Vertrieb oder ihre Benutzung.“

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Definition „auswechselbare Ausrüstung“

Mittwoch, 11. März 2009 18:22

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 b:

„Eine Vorrichtung, die der Bediener einer Maschine oder Zugmaschine nach deren Inbetriebnahme selbst an ihr anbringt, um ihre Funktion zu ändern oder zu erweitern, sofern diese Ausrüstung kein Werkzeug ist.“

Anmerkung:

Da auswechselbare Ausrüstungen per Definition Maschinen sind (Link zu Originaldokument im PDF Art. 2, 1. Absatz) gelten die gleichen Anforderungen wie für Maschinen.

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Definition „Zuverlässigkeit (einer Maschine)“

Samstag, 7. Februar 2009 11:16

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.2:

Fähigkeit einer Maschine oder von deren Teilen oder Ausrüstung, eine geforderte Funktion unter festgelegten Bedingungen und für einen vorgegebenen Zeitraum ohne Ausfall zu erfüllen

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Definition „Restrisiko“

Samstag, 7. Februar 2009 11:14

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.13:

Risiko, das verbleibt, nachdem Schutzmaßnahmen getroffen wurden

ANMERKUNG 1: In dieser Internationalen Norm wird unterschieden zwischen:

  • dem Restrisiko, nachdem Schutzmaßnahmen durch den Konstrukteur getroffen wurden;
  • dem Restrisiko, welches verbleibt, nachdem sämtliche Schutzmaßnahmen getroffen wurden.

ANMERKUNG 2: Siehe auch Bild 2.

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Definition „Schaden“

Samstag, 7. Februar 2009 11:13

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.5:

physische Verletzung oder Gesundheitsschädigung

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Definition „relevante Gefährdung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:13

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.7:

Gefährdung, die als an der Maschine vorhanden oder mit ihrem Einsatz verbunden festgestellt wurde

ANMERKUNG 1: Eine relevante Gefährdung wird als Ergebnis eines Verfahrensschrittes nach Abschnitt 5 festgestellt.

ANMERKUNG 2: Dieser Begriff wurde als grundsätzliche Terminologie für Typ-B- und Typ-C-Normen aufgenommen.

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Definition „signifikante Gefährdung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:12

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.8:

Gefährdung, die als relevant festgestellt wurde und die vom Konstrukteur spezielle Maßnahmen erfordert, um das Risiko entsprechend der Risikobeurteilung auszuschließen oder zu reduzieren

ANMERKUNG: Dieser Begriff wurde als grundsätzliche Terminologie für Typ-B- und Typ-C-Normen aufgenommen.

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Definition „Risikobeurteilung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:11

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.17:

Gesamtheit des Verfahrens, das eine Risikoanalyse und Risikobewertung umfasst

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Definition „Risikoanalyse“

Samstag, 7. Februar 2009 11:11

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.15:

Kombination aus Festlegung der Grenzen der Maschine, Identifizierung der Gefährdungen und Risikoeinschätzung

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Definition „Risikoeinschätzung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:10

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.14:

Bestimmung des wahrscheinlichen Ausmaßes eines Schadens und der Wahrscheinlichkeit seines Eintritts

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Definition „Risikobewertung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:10

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.16:

auf der Risikoanalyse beruhende Beurteilung, ob die Ziele zur Risikominderung erreicht wurden

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Definition „hinreichende Risikominderung“

Samstag, 7. Februar 2009 11:09

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.18:

Risikominderung, die unter Berücksichtigung des Standes der Technik zumindest den gesetzlichen Anforderungen entspricht

ANMERKUNG: Kriterien, mit Hilfe derer bestimmt werden kann, wann eine hinreichende Risikominderung erreicht wurde, sind in 5.6.2 angegeben.

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Definition „Schutzmaßnahme“

Samstag, 7. Februar 2009 11:08

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.19:

Mittel zur vorgesehenen Minderung des Risikos, umgesetzt vom:

  • Konstrukteur (inhärent sichere Konstruktion, technische Schutzmaßnahmen und ergänzende Schutzmaßnahmen, Benutzerinformation) und/oder
  • Benutzer (Organisation: sichere Arbeitsverfahren, Überwachung, Betriebserlaubnis zur Ausführung von Arbeiten; Bereitstellung und Anwendung zusätzlicher Schutzeinrichtungen; Anwendung persönlicher Schutzausrüstungen; Ausbildung)

ANMERKUNG: Siehe Bild 2.

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Definition „inhärent sichere Konstruktion“

Samstag, 7. Februar 2009 11:06

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.20:

Schutzmaßnahme, die entweder Gefährdungen beseitigt oder die mit den Gefährdungen verbundenen Risiken vermindert, indem ohne Anwendung von trennenden oder nichttrennenden Schutzeinrichtungen die Konstruktions- oder Betriebseigenschaften der Maschine verändert werden

ANMERKUNG: Siehe 6.2.

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Definition „technische Schutzmaßnahmen“

Samstag, 7. Februar 2009 10:02

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.21:

Schutzmaßnahme, bei der Schutzeinrichtungen zur Anwendung kommen, um Personen vor Gefährdungen zu schützen, die durch inhärent sichere Konstruktion nicht in angemessener Weise beseitigt werden können, oder vor Risiken zu schützen, die dadurch nicht ausreichend vermindert werden können

ANMERKUNG: Siehe 6.3.

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Definition „Benutzerinformation“

Samstag, 7. Februar 2009 10:01

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.22:

Schutzmaßnahme, die aus Kommunikationselementen besteht (z. B. Texte, Wörter, Zeichen, Signale, Symbole, Diagramme), die einzeln oder gemeinsam verwendet werden, um Informationen an den Benutzer weiterzugeben

ANMERKUNG: Siehe 6.4.

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Definition „Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:57

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.26:

„trennende oder nicht trennende Schutzeinrichtung“

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Definition „verriegelte trennende Schutzeinrichtung mit Zuhaltung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:46

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.5:

trennende Schutzeinrichtung mit einer Verriegelungseinrichtung und einer Zuhaltung, damit zusammen mit dem Steuerungssystem der Maschine die folgenden Funktionen ausgeführt werden:

  • die mit der trennenden Schutzeinrichtung „abgesicherten” gefährdenden Maschinenfunktionen können nicht ausgeführt werden, bevor die trennende Schutzeinrichtung geschlossen und zugehalten  ist;
  • die trennende Schutzeinrichtung bleibt geschlossen und zugehalten, bis das Risiko durch die mit der trennenden Schutzeinrichtung „abgesicherten“ gefährdenden Maschinenfunktionen nicht mehr vorliegt;
  • die mit der trennenden Schutzeinrichtung „abgesicherten” gefährdenden Maschinenfunktionen können ausgeführt werden, sobald die trennende Schutzeinrichtung geschlossen und zugehalten ist. Das Schließen und Zuhalten der trennenden Schutzeinrichtung löst nicht selbsttätig die gefährdenden Maschinenfunktionen aus

ANMERKUNG: ISO 14119 beschreibt detaillierte Vorkehrungen.

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Definition „verriegelte trennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:45

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.4:

trennende Schutzeinrichtung mit einer Verriegelungseinrichtung, damit zusammen mit dem Steuerungssystem der Maschine die folgenden Funktionen ausgeführt werden:

  • die mit der trennenden Schutzeinrichtung „abgesicherten” gefährdenden Maschinenfunktionen können nicht ausgeführt werden, bevor die trennende Schutzeinrichtung geschlossen ist;
  • ein Stoppbefehl wird ausgelöst, wenn die trennende Schutzeinrichtung während gefährdender Maschinenfunktionen geöffnet wird;
  • die mit der trennenden Schutzeinrichtung „abgesicherten” gefährdenden Maschinenfunktionen können ausgeführt werden, sobald die trennende Schutzeinrichtung geschlossen ist. Das Schließen der trennenden Schutzeinrichtung löst nicht selbsttätig die gefährdenden Maschinenfunktionen aus

ANMERKUNG: ISO 14119 beschreibt detaillierte Vorkehrungen.

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „bewegliche trennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:43

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.2:

trennende Schutzeinrichtung, die ohne Verwendung von Werkzeugen geöffnet werden kann

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „feststehende trennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:40

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.1:

trennende Schutzeinrichtung, die so befestigt ist (z. B. durch Schrauben, Muttern, Schweißen), dass sie nur mit Hilfe von Werkzeugen oder durch Zerstörung der Befestigungsmittel geöffnet oder entfernt werden kann

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „trennende Schutzeinrichtung mit Startfunktion“

Samstag, 7. Februar 2009 9:35

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27.6:

besondere Ausführung einer verriegelten trennenden Schutzeinrichtung, die bei Erreichen ihrer Schließstellung einen Befehl zum Auslösen der gefährdenden Maschinenfunktion(en) ohne Anwendung einer gesonderten Anlaufsteuerung gibt

ANMERKUNG: Siehe 6.3.3.2.5 hinsichtlich detaillierter Festlegungen zu den Anwendungsbedingungen.

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „Schrittschaltung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:16

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.9:

Steuerungseinrichtung, bei der eine einzelne Betätigung im Zusammenwirken mit der Steuerung der Maschine nur eine begrenzte Wegstrecke eines Maschinenteiles erlaubt

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „Begrenzungseinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:15

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.8:

Einrichtung, die verhindert, dass eine Maschine oder (ein) gefährdende(r) Maschinenzustand(zustände) eine vorgegebene Grenze (räumliche Grenze, Druckgrenze, Lastmomentgrenze usw.) überschreitet

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „durch Formschluss wirkende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:13

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.7:

Einrichtung, die in einen Mechanismus ein mechanisches Hindernis (z.B. Keil, Spindel, Strebe, Anschlag) einführt, das durch seine Eigenfestigkeit jede gefährdende Bewegung verhindern kann

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „aktive optoelektronische Schutzeinrichtung (AOPD)“

Samstag, 7. Februar 2009 9:12

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.6:

(active opotoelectronic protective device)

Einrichtung, deren Abtastfunktion durch aussendende und empfangende optoelektronische Bauteile erfolgt;
durch Empfangsunterbrechung der im Gerät erzeugten optischen Strahlung wird die Anwesenheit eines undurchsichtigen Gegenstandes im festgelegten Wirkungsbereich nachgewiesen

ANMERKUNG: IEC 61496 stellt detaillierte Festlegungen zur Verfügung.

Neben dieser nichttrennenden Schutzeinrichtung nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von nichttrennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „Zweihandschaltung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:11

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.4:

Steuerungseinrichtung, die mindestens die gleichzeitige Betätigung durch beide Hände erfordert, um gefährdende Maschinenfunktionen in Gang zu setzen und aufrechtzuerhalten, und so eine Schutzmaßnahme nur für die Person bietet, die die Steuerungseinrichtung betätigt

ANMERKUNG: ISO 13851 stellt detaillierte Festlegungen zur Verfügung.

Neben dieser nichttrennenden Schutzeinrichtung nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von nichttrennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „Zustimmungseinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:08

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.2:

zusätzliche handbetätigte Einrichtung, die in Verbindung mit einer Anlaufsteuerung benutzt wird, und die bei ständiger Betätigung die Funktion der Maschine zulässt

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „Verriegelungseinrichtung / Verriegelung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:07

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.1:

mechanische, elektrische oder sonstige Art einer Einrichtung, die den Zweck hat, die Ausführung von gefährdenden Maschinenfunktionen unter festgelegten Bedingungen zu verhindern (im   Allgemeinen so lange, wie die trennende Schutzeinrichtung nicht geschlossen ist)

Neben dieser nichttrennenden Schutzeinrichtung nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von nichttrennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „trennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 9:02

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. f:

Ein Maschinenteil, das Schutz mittels einer physischen Barriere bietet;

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.27:

technische Sperre, die als Teil der Maschine ausgelegt ist, um Schutz zu bieten

ANMERKUNG 1 Eine trennende Schutzeinrichtung darf entweder

  • allein wirken, wobei sie in diesem Fall nur dann wirksam ist, wenn sie „geschlossen” ist (bei einer beweglichen trennenden Schutzeinrichtung) oder „sicher in Stellung gehalten” wird (bei einer feststehenden trennenden Schutzeinrichtung), oder
  • in Verbindung mit einer Verriegelungseinrichtung mit oder ohne Zuhaltung, wobei der Schutz in diesem Fall unabhängig von der Stellung der trennenden Schutzeinrichtung sichergestellt wird.

ANMERKUNG 2 Je nach konstruktiver Ausführung darf eine trennende Schutzeinrichtung zum Beispiel als Gehäuse, Schild, Abdeckung, Schirm, Tür bzw. Verkleidung beschrieben werden.

ANMERKUNG 3 Die Benennungen für die Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen sind in 3.27.1 bis 3.27.6 definiert [Anm.: Siehe Links unten]. Siehe auch 6.3.3.2 und ISO 14120 zu den Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen und bezüglich zugehöriger Anforderungen.

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Definition „nichttrennende Schutzeinrichtung“

Samstag, 7. Februar 2009 8:53

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. g:

Eine Einrichtung ohne trennende Funktion, die allein oder in Verbindung mit einer trennenden Schutzeinrichtung das Risiko vermindert;

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28:

andere als eine trennende Schutzeinrichtung

ANMERKUNG: Beispiele für nichttrennende Schutzeinrichtungen sind unter 3.28.1 bis 3.28.9 aufgeführt (Siehe Links unten).

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Definition „sensitive Schutzeinrichtung (SPE)“

Samstag, 7. Februar 2009 8:52

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.5:

(en: sensitve protective equipment)
Einrichtung für den Nachweis von Personen oder Körperteilen, die ein entsprechendes Signal an das Steuerungssystem übermittelt, um so das Risiko für die erkannten Personen zu vermindern

ANMERKUNG: Das Signal kann erzeugt werden, sobald sich eine Person oder ein Körperteil über eine festgelegte Grenze bewegt – z. B. in einen Gefährdungsbereich hinein – (Annäherungsreaktion) oder solange die Anwesenheit einer Person in einem festgelegten Bereich nachgewiesen wird (Anwesenheitsmeldung) oder in beiden Fällen.

Neben dieser nichttrennenden Schutzeinrichtung nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von nichttrennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Definition „abweisende Schutzeinrichtung (Barriere)“

Samstag, 7. Februar 2009 8:20

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.29:

technisches Hindernis (niedrige Sperre, Geländer usw.), das die Zugangsmöglichkeit zu einem Gefährdungsbereich durch Blockierung des freien Zugangs einschränkt, ohne den Zugang zu diesem Bereich völlig zu verhindern

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Definition „Sicherheitsfunktion“

Samstag, 7. Februar 2009 8:19

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.30:

Funktion einer Maschine, wobei ein Ausfall dieser Funktion zur unmittelbaren Erhöhung des Risikos (der Risiken) führen kann

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Definition „unerwarteter Anlauf / unbeabsichtigter Anlauf“

Samstag, 7. Februar 2009 8:18

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.31:

Jeder unvorhergesehene Anlauf, der zu einer Gefährdung führt

ANMERKUNG 1: Dies kann z. B. verursacht werden durch:

  • einen Befehl zum Ingangsetzen, der durch einen Ausfall in der Steuerung oder einen äußeren Einfluss auf die Steuerung bewirkt wird;
  • einen Befehl zum Ingangsetzen durch unpassende Handlung an einer Anlaufsteuerung oder anderen Teilen der Maschine, wie einem Messfühler oder Leistungssteuerungselement;
  • Wiederherstellung der Energieversorgung nach einer Unterbrechung;
  • äußere/innere Einflüsse (Schwerkraft, Wind, Selbstzündung bei Verbrennungsmotoren usw.) auf Teile der Maschine.

ANMERKUNG 2: Der Anlauf einer Maschine beim normalen Ablauf eines automatischen Arbeitszyklusses ist nicht unbeabsichtigt, kann aber im Verständnis der Bedienperson als unerwartet  angesehen werden. In diesem Fall schließt die Vermeidung von Unfällen technische Schutzmaßnahmen mit ein (siehe 6.3).

ANMERKUNG 3: In Anlehnung an ISO 14118:2000, Definition 3.2.

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Definition „gleichartige Ausfälle“

Samstag, 7. Februar 2009 8:17

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.36:

Ausfälle von Einheiten, die durch den gleichen Ablauf gekennzeichnet sind

ANMERKUNG: Gleichartige Ausfälle sollten nicht mit Ausfällen aufgrund gemeinsamer Ursache verwechselt werden, da die gleichartigen Ausfälle unterschiedliche Ursachen haben können.

[IEV 191-04-24]

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Definition „Fehler / Fehlzustand“

Samstag, 7. Februar 2009 8:16

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.33:

Zustand einer Einheit, in dem sie unfähig ist, eine geforderte Funktion zu erfüllen, wobei die durch Wartung oder andere geplante Handlungen bzw. durch das Fehlen äußerer Mittel verursachte Funktionsunfähigkeit ausgeschlossen ist

[IEV 191-05-01]

ANMERKUNG 1: Ein Fehler ist oft das Ergebnis eines Ausfalls der Einheit selbst, er kann aber auch ohne vorherigen Ausfall vorhanden sein.

ANMERKUNG 2: Auf dem Gebiet von Maschinen wird der englische Begriff „fault“ allgemein in Übereinstimmung mit der Definition in IEV 191-05-01 verwendet, dagegen werden der französische Begriff „défaut“ und der deutsche Begriff „Fehler“ eher als die Begriffe „Panne“ und „Fehlzustand“, die im IEV mit dieser Definition vorkommen, verwendet.

ANMERKUNG 3: In der Praxis werden die Begriffe „Fehler“ und „Ausfall“ häufig gleichbedeutend benutzt.

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Definition „Ausfall“

Samstag, 7. Februar 2009 8:13

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.34:

Beendigung der Fähigkeit einer Einheit, eine geforderte Funktion zu erfüllen

ANMERKUNG 1: Nach einem Ausfall hat die Einheit einen Fehler.

ANMERKUNG 2: Der „Ausfall” ist ein Ereignis, im Unterschied zum „Fehler“, der einen Status wiedergibt.

ANMERKUNG 3: Das so definierte Konzept ist auf Software nicht anwendbar.

[IEV 191-04-01]

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Definition „Gefahr bringender Ausfall“

Samstag, 7. Februar 2009 8:11

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.32:

jede Fehlfunktion in der Maschine oder in deren Energieversorgung, die das Risiko erhöht

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Definition „Ausfälle aufgrund gemeinsamer Ursache“

Samstag, 7. Februar 2009 8:11

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.35:

Ausfälle verschiedener Einheiten aufgrund eines einzelnen Ereignisses, wobei sich diese Ausfälle nicht gegenseitig beeinflussen

ANMERKUNG: Ausfälle aufgrund gemeinsamer Ursache sollten nicht mit gleichartigen Ausfällen verwechselt werden.

[IEV 191-04-23]

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Definition „Handlungen im Notfall“

Samstag, 7. Februar 2009 8:05

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.39:

sämtliche Tätigkeiten und Funktionen im Notfall, die auf dessen Beendigung oder Behebung ausgerichtet sind

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Definition „Stillsetzen im Notfall“

Samstag, 7. Februar 2009 7:47

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.40:

Funktion, die

  • aufkommende Gefährdungen für Personen, Schäden an der Maschine oder zu laufenden Arbeiten abwenden oder bereits bestehende mindern soll, und
  • durch eine einzige Handlung einer Person auszulösen ist

ANMERKUNG: ISO 13850 stellt detaillierte Festlegungen zur Verfügung.

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Definition „vergleichende Emissionsdaten“

Samstag, 7. Februar 2009 7:44

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.42:

zu Vergleichszwecken gesammelte Emissionswerte ähnlicher Maschinen

ANMERKUNG: Für Geräuschemissionsvergleich siehe ISO 11689.

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Definition „Emissionswert“

Samstag, 7. Februar 2009 7:42

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.41:

numerischer Wert zur quantitativen Bestimmung einer von einer Maschine ausgehenden Emission (z. B. Lärm, Vibration, Gefahrstoffe, Strahlung)

ANMERKUNG 1: Emissionswerte sind Teil der Angaben zu den Eigenschaften einer Maschine und werden als Grundlage für die Risikobeurteilung verwendet.

ANMERKUNG 2: Der Begriff „Emissionswert“ sollte nicht mit „Immissionswert“ verwechselt werden; letzterer dient zur quantitativen Bestimmung der Emissionsexposition von Personen beim Einsatz der Maschine. Immissionswerte können unter Anwendung der Emissionswerte geschätzt werden.

ANMERKUNG 3: Emissionswerte werden vorzugsweise mit Hilfe genormter Verfahren gemessen und die zugehörigen Messunsicherheiten bestimmt, um z.B. den Vergleich zwischen ähnlichen Maschinen zu ermöglichen.

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Definition „Notfall“

Samstag, 7. Februar 2009 7:39

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.38:

Gefährdungssituation, die dringend beendet werden muss oder dringender Abhilfe bedarf

ANMERKUNG: Ein Notfall kann eintreten

  • während des Normalbetriebs der Maschine (z. B. durch menschlichen Eingriff oder als Folge äußerer Einflüsse), oder
  • als Folge einer Fehlfunktion oder des Ausfalls irgendeines Teils der Maschine.

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Definition „unvollständige Maschine“

Samstag, 17. Januar 2009 18:38

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Artikel 2 g:

„Eine Gesamtheit, die fast eine Maschine bildet, für sich genommen aber keine bestimmte Funktion erfüllen kann. Ein Antriebssystem stellt eine unvollständige Maschine dar. Eine unvollständige Maschine ist nur dazu bestimmt, in andere Maschinen oder in andere unvollständige Maschinen oder Ausrüstungen eingebaut oder mit ihnen zusammengefügt zu werden, um zusammen mit ihnen eine Maschine im Sinne dieser Richtlinie zu bilden.“

Weitere Erläuterungen zu unvollständigen Maschinen: Link zu Originaldokument im PDF Leitfaden für die Anwendung der Maschinenrichtlinie § 46.

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Definition „bestimmungsgemäße Verwendung“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:54

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. h:

„Die Verwendung einer Maschine entsprechend den Angaben in der Betriebsanleitung.“

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.23:

Verwendung einer Maschine in Übereinstimmung mit den in der Benutzerinformation bereitgestellten Informationen

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Definition „Bedienungspersonal“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:51

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. d:

„Die Person bzw. die Personen, die für Installation, Betrieb, Einrichten, Wartung, Reinigung, Reparatur oder Transport von Maschinen zuständig sind.“

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Definition „Risiko“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:48

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1 e:

„Die Kombination aus der Wahrscheinlichkeit und der Schwere einer Verletzung oder eines Gesundheitsschadens, die in einer Gefährdungssituation eintreten kann.“

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.12:

Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens und seines Schadensausmaßes

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Definition „vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:41

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. i:

„Die Verwendung einer Maschine in einer laut Betriebsanleitung nicht beabsichtigten Weise, die sich jedoch aus leicht absehbarem menschlichem Verhalten ergeben kann.“

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Definition „Benutzerfreundlichkeit (einer Maschine)“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:39

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.4:

Fähigkeit einer Maschine, leicht gehandhabt werden zu können, unter anderem dank ihrer Eigenschaften und Merkmale, die ein leichtes Verstehen ihrer Funktion(en) ermöglichen

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Definition „Wartungsfreundlichkeit (einer Maschine)“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:36

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.3:

Möglichkeit, eine Maschine in einem Zustand zu erhalten oder in einen Zustand zurückzuversetzen, in dem sie ihre Funktion unter den Bedingungen der bestimmungsgemäßen Verwendung erfüllen kann, wobei die notwendigen Tätigkeiten (Instandhaltung) nach festgelegten Verfahren und unter Anwendung festgelegter Mittel ausgeführt werden

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Definition „gefährdete Person“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 12:04

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. c:

„Eine Person, die sich ganz oder teilweise in einem Gefahrenbereich befindet.“

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Definition „Gefährdungsbereich (Gefahrenbereich)“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 12:00

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. b:

„Den Bereich in einer Maschine und/oder in ihrem Umkreis, in dem die Sicherheit oder die Gesundheit einer Person gefährdet ist.“

Eine Definition zu den verwandten Begriffen „Gefährdungsbereich“ bzw. „Gefahrbereich“ befindet sich z. B. in:

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.11:

jeder Bereich in einer Maschine und/oder um eine Maschine herum, in dem eine Person einer Gefährdung ausgesetzt sein kann

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Definition „Gefährdung“

Mittwoch, 31. Dezember 2008 11:30

Link zu Originaldokument im PDF Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I, 1.1.1. a:

„Im Sinne dieses Anhangs bezeichnet der Ausdruck „Gefährdung“ eine potenzielle Quelle von Verletzungen oder Gesundheitsschäden.“

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.6:

potentielle Schadensquelle

ANMERKUNG 1: Der Begriff “Gefährdung” kann spezifiziert werden, um den Ursprung (z. B. mechanische Gefährdung, elektrische Gefährdung) oder die Art des erwarteten Schadens (z. B. Gefährdung durch elektrischen Schlag, Gefährdung durch Schneiden, Gefährdung durch Vergiftung, Gefährdung durch Feuer) näher zu bezeichnen.

ANMERKUNG 2: Die Gefährdung im Sinne dieser Definition ist entweder

  • bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der Maschine dauerhaft vorhanden (z. B. Bewegung von gefährdenden beweglichen Teilen, Lichtbogen beim Schweißen, ungesunde  Körperhaltung, Geräuschemission, hohe Temperatur), oder
  • kann unerwartet auftreten (z. B. Explosion, Gefährdung durch Quetschen als Folge eines unbeabsichtigten/unerwarteten Anlaufs, Herausschleudern als Folge eines Bruches, Stürzen als Folge von Beschleunigung/Abbremsen).

ANMERKUNG 3: Der französische Begriff „phénomène dangereux” sollte nicht mit dem Begriff „risque” verwechselt werden, der manchmal in der Vergangenheit hierfür verwendet wurde.

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Was bedeutet ein angebrachtes CE-Zeichen?

Samstag, 8. März 2008 17:28

Ein an einer Maschine oder Anlage angebrachtes CE-Zeichen bedeutet, dass die Person, die dieses Zeichen anbringt erklärt, dass dieses Produkt mit allen EU-Richtlinien konform ist, denen das Produkt unterliegt, sofern diese EU-Richtlinien eine CE-Kennzeichnung vorschreiben.

Beispiel: Eine elektrische Maschine unterliegt neben der Maschinenrichtlinie ggf. auch anderen Richtlinie. Das angebrachte CE-Zeichen bedeutet, dass diese Maschine allen Anforderungen dieser Richtlinien entspricht.

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Definition „Steuereinrichtung mit selbsttätiger Rückstellung“

Sonntag, 17. Februar 2008 18:47

EN ISO 12100:2010, Abschnitt 3.28.3:

Steuerungseinrichtung, die die Ausführung von Maschinenfunktionen nur so lange in Gang setzt und aufrechterhält, wie das Stellteil (das Bedienteil) betätigt wird

Neben dieser trennenden Schutzeinrichtungen nennt EN ISO 12100 auch andere Varianten von trennenden Schutzeinrichtungen (siehe Link unten).

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Müssen Normen angewandt werden?

Samstag, 26. Januar 2008 18:39

Nein, die Anwendung von Normen ist im Sinne der Maschinenrichtlinie freiwillig.

Es ist jedoch möglich, Lieferanten zur Anwendung von Normen privatrechtlich zu verpflichten. Dies sollte vor allem im Verkauf berücksichtigt werden.

Gesetzliche Verpflichtungen

Der Hersteller ist jedoch verpflichtet, die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, also die nationalen Umsetzungen der europäischen Richtlinien.

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Wofür steht „CE“?

Samstag, 26. Januar 2008 18:29

„CE“ ist die Abkürzung für „Communauté européenne“, dem französischen Begriff für „Europäische Gemeinschaft“.

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Definition „Maschine“

Samstag, 19. Januar 2008 12:21

Gemäß Link zu Originaldokument im PDF Artikel 2 der Maschinenrichtlinie bezeichnet der Begriff „Maschine“:

— eine mit einem anderen Antriebssystem als der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft ausgestattete oder dafür vorgesehene Gesamtheit miteinander verbundener Teile oder Vorrichtungen, von denen mindestens eines bzw. eine beweglich ist und die für eine bestimmte Anwendung zusammengefügt sind;

— eine Gesamtheit im Sinne des ersten Gedankenstrichs, der lediglich die Teile fehlen, die sie mit ihrem Einsatzort oder mit ihren Energie- und Antriebsquellen verbinden;

— eine einbaufertige Gesamtheit im Sinne des ersten und zweiten Gedankenstrichs, die erst nach Anbringung auf einem Beförderungsmittel oder Installation in einem Gebäude oder Bauwerk funktionsfähig ist;

— eine Gesamtheit von Maschinen im Sinne des ersten, zweiten und dritten Gedankenstrichs oder von unvollständigen Maschinen im Sinne des Buchstabens g, die, damit sie zusammenwirken, so angeordnet sind und betätigt werden, dass sie als Gesamtheit funktionieren;

— eine Gesamtheit miteinander verbundener Teile oder Vorrichtungen, von denen mindestens eines bzw. eine beweglich ist und die für Hebevorgänge zusammengefügt sind und deren einzige Antriebsquelle die unmittelbar eingesetzte menschliche Kraft ist;

Gemäß Nummer 3.1 der Norm EN ISO 12100:2010:

Maschine
mit einem Antriebssystem ausgestattete oder dafür vorgesehene Gesamtheit miteinander verbundener Teile oder Vorrichtungen, von denen mindestens eine(s) beweglich ist und die für eine bestimmte Anwendung zusammengefügt sind

ANMERKUNG 1: Der Begriff „Maschine“ gilt auch für Maschinenanlagen, die so angeordnet und gesteuert werden, dass sie als einheitliches Ganzes funktionieren, um das gleiche Ziel zu erreichen.

ANMERKUNG 2: Anhang A enthält eine allgemeine schematische Darstellung einer Maschine.

Hinweis:

Die Maschinenrichtlinie benützt den Begriff „Maschine“ doppelt. Einerseits handelt es sich um Maschinen gemäß Artikel 1 (1) Buchstabe a. Dies ist auch der oben definierte Begriff. Andererseits wird zwischen einem Konformitätsbewertungsverfahren für „Maschinen“ und einem Verfahren für „unvollständige Maschinen“ unterschieden. Dabei gilt gemäß Artikel 2 Absatz 1:

„Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck „Maschine“ die in Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a bis f aufgelisteten Erzeugnisse.“

Dies bedeutet, dass für die von a bis f aufgelisteten Erzeugnisse (Maschinen, Sicherheitsbauteile, …) das „Konformitätsbewertungsverfahren für Maschinen“ (Link zu Originaldokument im PDF Artikel 12) durchzuführen ist. Lediglich für „unvollständige Maschinen“ gilt das spezielle Verfahren nach Link zu Originaldokument im PDF Artikel 13.

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